Ich merke bereits, wie die Trägheit mich fest im Griff hat. Ja, ich bin inzwischen so "zach", dass ich zwar sehr gern anderer Leute blog lese, selber aber kaum den Ar...bzw. die Finger hoch krieg, um zu schreiben.
Aber jetzt. So.
Also erst mal zum "Rundherum" - ich hab jetzt mal alles erledigt, was ich an Papierkram für den neuen Job brauche (die Gemeinde Wien will ALLES - von der Geburtsurkunde bis zum Lungenröntgen..unpackbar), hab auch gestern alles brav hin gebracht, und hoffe, dass ich wirklich mit dem 1. Februar loslegen kann. Ich freu mich schon sehr drauf, muss ich sagen, auch wenn das Frühaufstehen wahrscheinlich wieder sehr gewöhnungsbedürftig sein wird. 
Die seelische Lage hat sich ein wenig beruhigt. Am Samstag war so der Punkt erreicht, wo ich millimeterdicht am Wasser gebaut war, als ich mich am Nachmittag zu einer Freundin begeben habe, um noch Sachen, die bei ihr eingelagert waren, abzuholen, und ich hatte echt zu kämpfen, nicht einfach los zu heulen und im Selbstmitleid zu ertrinken. Aber sie und ihr Freund haben mir sehr geholfen mit Zuhören und -reden, und ich möcht mich dafür sehr herzlich bedanken. Und dann hat Angie jetzt auch schon Leute über eine Homepage für englischsprachige "Wien-Zuwanderer" kennengelernt, und so ging sie an dem Abend aus, und ich war endlich mal allein. Obwohl ich nicht viel gemacht hab, und plötzlich auch viel zu überdreht war, um über Irland zu reflektieren, muss ich sagen, dass der Abend mich gerettet hat. Und dann hatte ich am Sonntag auch noch lieben Besuch, der Kalender füllt sich langsam mit Freizeit-Terminen UND - es hat geschneit! 
Und so fühl ich mich auch gar ned so schlecht heute, muss ich sagen, die Depressionswolke hat sich in Schnee aufgelöst, und: ich fahr heut mit Angie los, um ein Zimmer anzuschauen, das sie haben könnte. Lustigerweise ist es gleich um's Eck von meiner alten Wohnung, also eine Gegend die ich kenne und sehr schätze. Na, mal sehen, vielleicht löst sich ja die ganze Situation in Wohlgefallen auf.
Angie hat ja gestern auch einen Anruf auf eine Stellenanfrage bekommen (sie hat fast 50 zT Blind- Bewerbungen losgeschickt!), die absolut perfekt für sie wäre: zweisprachige Schule, in der auf Englisch unterrichtet wird, und die eine Lehrerin für Kunstunterricht sucht!!! Das Ganze wär in Graz, die Leut sind SEHR interessiert an ihr, ABER: sie könnt erst im September anfangen. Is das gemein, oder wie?!
Sie fährt trotzdem nächste Woche auf ein Vorstellungsgespräch runter, auch, weil die Schule die halben Reisekosten übernimmt
Wer weiß, wenn ich noch Zeit dafür hab, fahr ich VIELLEICHT mit.
Ich bin ja schon mal sehr gespannt, wann mich der große "ich war ein Jahr weg und was hat es gebracht?" Hammer trifft, ich warte immer noch ängstlich darauf. Irgendwie kommt es mir fast vor, als würd ich ganz bewußt verdrängen, darüber nach zu denken, denn obwohl ich so wenig zu tun hab im Moment, nehm ich mir die Zeit dazu einfach nicht (vielleicht auch, weil ich dazu gern allein sein möcht).
Ich hab auch erst HEUTE die ersten Mails an die Leute "drüben" geschickt, mit leichtem Knoten im Hals und eigentlich recht widerwillig, also diagnostizier ich mir jetzt doch ein ziemlich ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Oder so.
Naja. Irgendwann wirds mich erwischen, und dann hab ich hoffentlich genug Taschentücher, Freunde und/oder Alkohol um mich! 
Genug geraunzt, ich mach mal wieder Schluß und wünsch Euch noch einen schönen Tag! 
Ach ja, was ich schändlicherweise bisher ganz vergessen hab zu erwähnen: Selbe Freundin vom Samstag hat mir übrigens meinen gesamten Blog vom Irlandjahr ausgedruckt (inkl. Fotos und Kommentare) und als drei Bücher binden lassen!!!! Ist das Wahnsinn oder wie?!?! Das könnte vielleicht mal beim Reflektieren helfen!
Sie weiß, wie sehr ich mich gefreut hab, trotzdem nochmal danke!